„Wir haben uns tierisch gefreut!“
Sven Wallnewitz hat nicht nur sein Hobby zum Beruf gemacht, sondern sich auch im Zuge der Landesgartenschau einen Traum erfüllt: Der Barkeeper übernimmt die Gastronomie „Dock Bar & Restaurant“ am Longwyplatz.
„Es ist wirklich sehr schön geworden.“ Sven Wallnewitz blickt sich zufrieden um. Malerisch liegt der Lonwyplatz da. Die hohen Bäume, die Stufen zur Nagold, der Blick zum anderen Ufer – ein Platz mit Atmosphäre. Und mittendrin steht sein Herzensprojekt: das neue Restaurant „Dock“, das mit der Landesgartenschau am 27. April eröffnet wird.
„Eine Gastronomie zu führen, ist schon lange mein Traum“, erzählt der 28-Jährige. Das Objekt ist die perfekte Ergänzung zu seinem Unternehmen „BARLINE“, das er vor fünf Jahren in Nagold gegründet hat. „BARLINE“ steht nicht nur für bunte Cocktails, sondern auch für originellen Catering-Rundum-Service. Mit seiner mobilen Bar ist Sven Wallnewitz in ganz Deutschland unterwegs, bei Jubiläen, Betriebsfesten, Abschlussfeiern oder Parteitagen. „Barkeeper ist mein Traumberuf – auch wenn er richtig stressig sein kann“, sagt der gebürtige Kölner, der sich hier sehr wohl fühlt. Wenn andere feiern, stehen er und seine Mitarbeiter auf der anderen Seite der Theke. Schnell müssen sie sein, kreativ, und stets ein Lächeln auf den Lippen tragen. Kurzum: „Zu einem guten Barkeeper gehören nicht nur hervorragende Getränke, er muss genauso ein guter Gastgeber sein.“
Der Pavillon am Longwyplatz ist nun das Sahnehäubchen auf seiner bisherigen Karriere. Lange hatte er sich nach einem passenden Objekt umgeschaut, im „Dock“ hat er es schließlich gefunden. „Wir haben uns natürlich tierisch gefreut, dass wir den Zuschlag bei der Ausschreibung bekommen haben“, sagt Sven Wallnewitz. Mit „wir“ meint er sich und Sonja Diener, die ihn bei diesem Projekt unterstützt. „Es ist wie ein großes Abenteuer“, beschreibt die 25-Jährige ihre Gefühle mit Blick auf das bevorstehende Großereignis. Ein Stück weit meint sie sicherlich auch die Zeit nach dem fünfeinhalb Monate dauernden Spektakel. Denn der Pachtvertrag bleibt nach der Landesgartenschau bestehen.
Bis zur Eröffnung gibt es allerdings noch einiges zu meistern. An erster Stelle steht das Personal, das Sven Wallnewitz für das Restaurant neu einstellen muss. Gesucht werden ein Jungkoch und Service-Kräfte, die Mittagsgerichte und ab 18 Uhr Speisen à la carte sowie Cocktails zubereiten und servieren. „Wir brauchen zuverlässige und hochmotivierte Leute“, fasst der Newcomer zusammen.
Wie groß der Besucheransturm wird? Das kann Sven Wallnewitz nicht vorhersehen: „Aber allein der große Dauerkartenvorverkauf spricht Bände.“ Doch er ist gewappnet. Wenn es sein muss, schafft er 100 Cocktails in der Stunde – über 120 Rezepte hat er im Kopf. Selbst der neueste Trend im Barbereich, „molekulare Cocktails“, bereiten ihm keine Probleme. Im Gegenteil, er liebt es, mit Gelee und Schäumen zu experimentieren und Kügelchen herzustellen, die im Mund zerplatzen. Bei seiner eigenen Getränkewahl ist Sven Wallnewitz indes eher der klassische Typ: „Es geht nichts über einen guten Gin Tonic oder Whisky sour“. Und so einen Cocktail wird er sich auch selbst gönnen – am 27. April am späten Abend, wenn die letzten Gäste das frisch eröffnete „Dock Bar & Restaurant“ am Longwyplatz verlassen haben.

