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Historische Bahn Altensteigerle

An eine Zeit, in der zwischen Nagold und Altensteig noch eine Schmalspur-Eisenbahn verkehrte, erinnern drei Waggons und Bauteile des Altensteigerles. Für die Landesgartenschau wird ein Teil der nur einen Meter breiten historischen Gleisanlage wieder erlebbar gemacht.

 

Von 1891 bis 1967 waren Nagold, Rohrdorf, Ebhausen, Berneck und Altensteig zusammen mit dem Hinteren Wald über eine Schmalspurbahn verbunden. Neben dem Fluss Nagold öffnete die Bahn das Tor zum Schwarzwald für die dortigen Bewohner, aber auch für ihr bedeutendstes Wirtschaftsgut - das Holz. Altensteigs großer Schmalspurbahnhof war durch die Verladung des Rohstoffs geprägt, der zunächst auf Schmalspurgüterwagen verstaut und dann in Nagold mit Hilfe eines Krans umgeladen werden musste. Parallel dazu wurden in Nagold Regelspurgüterwagen der Hauptbahn auf kleinen Schmalspur-Rollböcken verankert, die über eine Rollbockgrube umgesetzt wurden. Die dazu eingesetzte Kleinlok KÖ 2 war mit dieser Übergabe täglich am Nagolder Bahnhof betraut. Da schwere Züge aus Altensteig die Nagolder Wolfsbergsteige kaum bewältigen konnten, wurden sie im Tal auf einem Abstellgleis am Viadukt geteilt: Die Lok nahm die Personenwagen mit und holte später die Güterwagen nach. Diese historische Reminiszenz gab Anlass zum Wiederaufbau eines Teilstücks der Bahn ab 1999 zusammen mit der Bahnhofskleinlok, Rollbockgrube, Rollbock, Regelspur- und Schmalspurgüterwagen. Für Nagold - auch über die Landesgartenschau 2012 hinaus.